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Welpeneinzug: Dein Fahrplan und die ultimative Checkliste für einen entspannten Start


Süßer Welpe blickt neugierig in die Kamera – Tipps und Checkliste vom Hundetrainer für den Welpeneinzug im Westerwald.

Die Entscheidung ist gefallen: Ein Welpe zieht ein! Die Vorfreude ist riesig, doch oft mischt sich auch ein wenig Nervosität darunter. Als Hundetrainer weiß ich: Der Grundstein für einen entspannten Begleiter wird in den ersten Wochen gelegt. Dabei geht es weniger um "Sitz" und "Platz", sondern vor allem um Ruhe, Vertrauen und das richtige Management. Damit der Welpeneinzug gelingt, habe ich dir hier das wichtigste zusammengefasst.

Vorbereitung: Dein Zuhause welpensicher machen

Bevor der kleine Wirbelwind einzieht, sollte die Umgebung sicher sein. Ein Welpe erkundet die Welt – ähnlich wie ein Kleinkind – vor allem mit dem Maul:

  • Gefahrenquellen: Bringe Kabel, giftige Pflanzen und verschluckbare Kleinteile außer Reichweite.

  • Sicherungsmaßnahmen: Überlege dir, ob Treppen oder bestimmte Räume vorerst durch Gitter abgegrenzt werden sollten.

  • Schütze deine Schätze: Bring alle Dinge, die dir lieb und teuer sind – wie deine Lieblingsschuhe oder wertvolle Deko – vorübergehend außerhalb der Reichweite deines Welpen unter. Das rettet deine Sachen vor den spitzen Welpenzähnen und erspart euch beiden unnötigen Ärger und Stress im Alltag.

  • Der Rückzugsort: Schaffe eine "Wohlfühl-Höhle". Das kann ein Körbchen in einer ruhigen Ecke oder eine offene Hundebox sein. Wichtig ist, dass dieser Ort für alle Familienmitglieder (besonders Kinder!) tabu ist, wenn der Welpe dort schläft.


Entspannter Welpe schläft in seinem Rückzugsort – Fokus auf Ruhe und Management beim Welpentraining.

Checkliste: Die Grundausstattung

Damit du am Einzugstag nicht zum Laden flitzen musst, hier die wichtigsten Dinge im Überblick:


Für unterwegs

  • Gepolstertes Y-Geschirr: Es sollte an mehreren Stellen verstellbar sein, da Welpen sehr schnell wachsen. Eine gute Polsterung schützt den empfindlichen Körper.

  • Leichte Führleine: Sie sollte maximal zwei Meter lang sein. Achte auf einen kleinen, leichten Karabiner, der dem Gewicht des Hundes angepasst ist – ein zu schwerer und wuchtiger Verschluss ist unangenehm für den Welpen.

  • Wichtig: Bitte verzichte auf eine Rollleine (Flexileine). Diese ist völlig ungeeignet zum Erlernen der Leinenführigkeit, da der Hund lernt, dass er nur durch Zug vorwärts kommt und er sich nicht an einen festen Leinenradius gewöhnen kann.

  • Transportbox oder Autogurt: Für eine sichere Fahrt vom Züchter oder dem Tierheim nach Hause.

Welpe mit gepolstertem Geschirr und Leine – Grundausstattung für den sicheren Start mit Hund.

Für Zuhause

  • Schlafplatz: Ein kuscheliges Bett oder ein weiches Lager in einer offenen Box.

  • Näpfe: Rutschfeste Napfunterlagen sind Gold wert.

  • Gewohntes Futter: Füttere in den ersten Tagen das gewohnte Futter weiter, um den Magen nicht zu stressen. Wenn du auf ein anderes Futter umstellen möchtest, mische das neue Futter nach und nach zu dem bereits bekannten Futter unter.

  • Kauspielzeug: Naturkauartikel helfen beim Stressabbau und beim Zahnen.

  • Weiche Bürste: Damit sich dein Welpe frühzeitig und spielerisch an die Körperpflege gewöhnen kann.

Die erste Zeit nach dem Welpeneinzug: Nähe gibt Sicherheit

Stell dir vor, du bist plötzlich in einer fremden Welt ohne deine gewohnte Familie. Dein Welpe braucht jetzt deine Nähe. Lass ihn gerade in der ersten Zeit in deinem Schlafzimmer schlafen – entweder direkt neben dem Bett oder in einem Welpengitter (Paddock). So merkt er, dass er sicher ist, und du hörst sofort, wenn er nachts unruhig wird und mal „raus“ muss.

Warum "Weniger" am Anfang "Mehr" ist

Der größte Fehler ist oft zu viel Programm aus Angst, etwas zu verpassen. Dein Welpe braucht zu Beginn keine stundenlangen Spaziergänge. Auch der Besuch im Baumarkt kombiniert mit der Fußgängerzone und einer anschließenden Fahrstuhlfahrt sind für einen einzigen Tag viel zu viel.

Zeige ihm alles, was er kennen lernen muss, aber achte unbedingt auf die richtige Dosierung, um ihn nicht zu überfordern. Ein Welpe benötigt bis zu 20 Stunden Schlaf, um Erlebtes zu verarbeiten. In der ersten Zeit reicht es völlig aus, wenn er:

  • Seinen Löseplatz und den Garten/Hauseingang, sowie die nähere Umgebung kennen lernt.

  • Lernt, dass du sein verlässlicher Anker bist.

  • Begreift, wo seine Ruhezone ist.

Mein Tipp: Sozialisierung & Einzelcoaching

Sozialkontakt zu anderen Welpen und erwachsenen Hunden ist wichtig, um die Hundesprache zu festigen. Suche dir dafür eine qualifizierte Welpengruppe. Parallel dazu legen wir im Einzelcoaching das Fundament für deinen individuellen Alltag – bei dir zu Hause, ohne die Ablenkung durch andere Hunde. Wer in diesen wichtigen ersten Wochen die Weichen richtig stellt, verhindert, dass sich kleine Unsicherheiten später zu echten Problemen entwickeln.


Zwei Welpen bei der Sozialisierung in der Welpengruppe der Mensch-mit-Hund-Schule im Westerwald.

Mein Bonus-Tipp: Liebe braucht Leitplanken

Oft werde ich gefragt: „Darf ich bei einem so kleinen Welpen schon konsequent sein?“ Meine Antwort lautet: Du musst es sogar – aus Liebe!


Liebevolle Zuwendung und klare Alltagsregeln sind kein Widerspruch. Im Gegenteil: Konsequenz gibt deinem Welpen Orientierung in einer Welt, die er noch nicht versteht. Wenn du von Anfang an freundlich, aber bestimmt Grenzen setzt, hilfst du ihm dabei, dich als seinen „sicheren Hafen“ anzuerkennen. Er muss nicht raten, was erlaubt ist und was nicht, und genau diese Verlässlichkeit schafft das tiefe Vertrauen, das ihr für eure gemeinsame Zukunft braucht.


Fazit

Genieße jeden Moment dieser ersten Zeit, auch wenn sie manchmal anstrengend ist. Dein Welpe muss nicht perfekt sein, und du musst es auch nicht sein. Es geht darum, gemeinsam zu wachsen und eine Sprache zu finden, die beide verstehen. Mit ein wenig Geduld, einer Prise Humor und der richtigen Struktur wird aus dem kleinen Abenteurer schon bald ein souveräner Begleiter an deiner Seite.


Wenn du Unterstützung beim Aufbau eines soliden Fundaments suchst oder dir eine individuelle Beratung wünschst, melde dich gerne bei mir für ein Welpen-Einzelcoaching. Egal ob du aus Neuwied, Altenkirchen oder Hachenburg kommst – ich bin in weiten Teilen des Westerwalds für dich und deinen Vierbeiner unterwegs.


Ein herzliches Dankeschön geht an Dennis von Lightpaws Pictures für die visuelle Begleitung dieses Artikels und an die Mensch-mit-Hund-Schule – die Fotos sind in ihrer Welpengruppe entstanden. Danke für die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit!



Nächsten Monat im Blog: Stubenreinheit – So wird dein Welpe schnell und entspannt trocken!

4 Kommentare


n.rode
vor 21 Stunden

Tolle Tipps, die den Einzug eines Welpen sehr erleichtern. Weniger ist mehr ❤️

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Manuel Schmidt
Manuel Schmidt
vor 6 Stunden
Antwort an

Ich danke dir😊

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info
vor einem Tag

Mega gut. Super informativ, einfach und verständlich. Weiter so!

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Manuel Schmidt
Manuel Schmidt
vor einem Tag
Antwort an

Vielen lieben Dank😊

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KONTAKT

Manuel Schmidt

Flurstraße 20

56307 Dürrholz

m-schmidt-m@t-online.de

Tel.: 0160 937 50 819

Vielen Dank für Deine Nachricht! Du hörst in kürze von mir.

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